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Flächenheizung
Wegen der Notwendigkeit Heizkosten einzusparen und den Energieverbrauch zu senken sind Flächenheizungen  populärer denn je. Durch die niedrigen Systemtemperaturen bilden sie die Voraussetzung für heutige energiesparende Heizsysteme wie Brennwertgeräte, Solarsysteme und Wärmepumpen, dies wird aber auch für zukünftige Wärmeerzeuger wie z.B. die Brennstoffzelle gelten. Selbst für Festbrennstoffkessel, welche in der Lage sind, Temperaturen bis zu 90°C zu erzeugen, sind niedrige Systemtemperaturen sehr sinnvoll, bieten sie doch die Möglichkeit, den Pufferspeicher "leerzuheizen". Aus diesem Grund rücken Flächenheizsysteme immer mehr aus dem "Luxusbereich" hin zur technischen Notwendigkeit. Hinzu kommt mehr gestalterische Freiheit und natürlich freie Einrichtungsmöglichkeiten für die künftigen Nutzer, ohne Rücksicht auf Heizkörper nehmen zu müssen.

Eine Heizungsanlage mit niedrigen Systemtemperaturen ist eine Investition in die Zukunft!

Das Prinzip der Fußbodenheizung beruht dabei auf der großen zur Verfügung stehenden Heizfläche. So beträgt die Wärmeübergabefläche in einem z.B. 15 m² großen Raum auch nahezu 15 m², ein herkömmlich großer Heizkörper käme nur auf etwa 3,5 m². Aus diesem Grund können in Flächenheizsystemen die für oben genannten Anwendungsfälle so wichtigen niedrigen Vorlauftemperaturen von etwa 30 - 40°C realisiert werden, während herkömmliche Systeme etwa 70°C benötigen.
Hinzu kommen die typischen Vorteile einer Niedertemperaturflächenheizung: Durch die gleichmäßige Wärmedarbietung über die Fußbodenoberfläche kommt das Temperaturprofil einer Fußbodenheizung der "Idealheizung" am nächsten. Ein gleichmäßiges Raumklima bewirkt, daß die tatsächliche Temperatur subjektiv um 1 - 2 °C wärmer empfunden wird. Das erlaubt eine entsprechende Absenkung der Raumtemperatur ohne Einbuße der Behaglichkeit und damit eine Energieeinsparung von bis zu 15 %.  
 

Temperaturverteilung bei Heizkörpern

Temperaturverteilung bei Flächenheizung

Auch die positiven gesundheitlichen Aspekte einer Fußodenheizung sollten nicht unterschätzt werden. Durch die Absenkung der Raumtemperatur steigt die relative Luftfeuchtigkeit, die einem Austrocknen der Atemwege entgegenwirkt (keine "trockene" Heizungsluft mehr). Herkömmlichen Heizkörper begünstigen durch ihre höheren Temperaturen ständige Staubaufwirbelungen, die die Atemwege zusätzlich reizen. Solche Nachteile sind bei Fußbodenheizungen nicht zu befürchten. 
Die freie architektonische Gestaltung des Gebäudes ist ein weiteres Plus, da keine störenden Heizkörper, Rohre usw. die Raumgestaltung beeinträchtigen.

 Technisch unterscheidet man zwischen Nass-Systemen, Trocken-Systemen und Deckenstrahlplatten

Klicken Sie hier oder auf das Bild nass01.jpg (138934 Byte) um sich einige Beispiele anzusehen!
Für Neubauobjekte oder größere Sanierungen empfehlen wir den Einbau von Flächenheizungen auf jeden Fall. Natürlich können auch Wandheizungen oder entsprechend große Heizkörper montiert werden.  Diese Flächen dürfen jedoch nicht verstellt werden, was wiederum die Flexibilität auch für etwaige zukünftige Neueinrichtungen einschränkt. Daher sehen wir diese Variante nur (wenn nötig) als Ergänzung zu einer Fußbodenheizung. 
Selbstregeleffekt

Vor allen regeltechnischen Einrichtungen greift bei einem Heizsystem mit niedrigen Heizflächentemperaturen, z. B. Fußbodenheizungen, ein physikalischer Effekt, der die Leistungsabgabe reguliert:

Die Leistungsabgabe einer Heizfläche in den Raum erfolgt nahezu proportional zur Temperaturdifferenz zwischen Heizflächentemperatur und Raumtemperatur.
In einem nach gültiger Energieeinsparverordnung gedämmten Wohngebäude liegt die Fußbodentemperatur bei einer Fußbodenheizung im Mittel während der Heizperiode bei ca. 23°C.
Da die Temperaturdifferenz zwischen der Oberfläche des Fußbodens und des Raumes sehr gering ist, reduziert sich die Leistungsabgabe der Fußbodenheizung im erheblichen Maße bei einem Anstieg der Raumlufttemperatur.
Steigt z. B. die Raumlufttemperatur bei einer Fußbodenoberflächentemperatur von 23° C aufgrund der Sonneneinstrahlung im Raum von 20° C auf 21° C, so reduziert sich die Wärmeabgabe um ein Drittel.
Umgekehrt hat die Absenkung der Raumtemperatur einen Anstieg der Leistungsabgabe zur Folge.

Der Selbstregeleffekt der Fußbodenheizung erfolgt unabhängig von regeltechnischen Anlagen und zeitgleich mit veränderten Raumtemperaturbedingungen. Damit ist die Grundlage für ein behagliches Raumklima geschaffen.

   
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