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Trocken-System
Nass-System
Beim Nass - System, welches sich besonders beim Neubau anbietet, wird auf einer speziellen Dämmschicht das Heizungsrohr aufgebracht. Dabei ersetzt die Dämmschicht die sowieso nötige Trittschall- und Wärmedämmung. Nach der Dichtheitsprobe wird dann der Estrich eingebracht. Anschließend folgt die Austrocknungs- und Trockenheizphase. Diese richtet sich nach Art des Estrichs und dauert zwischen 12 Tagen (Anhydritestrich) und etwa 8 Wochen (Zementestrich). Während dieser Zeit kann der Innenausbau durchgeführt werden, der Fußboden jedoch darf nicht belegt oder abgedeckt werden. 

Vorteile:

  • relativ preiswert, da Systemdämmung gleichzeitig die sowieso nötige Wärme- und Trittschalldämmung ersetzt

  • das Heizungsrohr wird vom Estrich voll umschlossen, daher hervorragender Wärmeübergang und hohe Wärmeleistungen je m²  bzw. niedrigste Systemtemperaturen realisierbar

  • Verlegeabstand der Heizungsrohre frei wählbar

  • durch hohe Speicherfähigkeit keine Komforteinbusen beim Lüften 

Nachteile:

  • Gesamtsystem durch Estrich sehr schwer, daher für den Altbau meist ungeeignet (Statik!)

  • durch die große Masse etwas träges Heizverhalten

  • lange Trocknungszeiten behindern u.U. den Baufortschritt

  • durch Estricheinbringung kommt viel Nässe in den Bau

Für Sonderanwendungen werden auch Nasssysteme mit besonders niedriger Estrichhöhe (ca. 15 mm) angeboten. Die Festigkeit wird durch Stahlarmierungen und/oder spezielle Estriche erreicht.

Vorteile:

  • leichter als herkömmliches Nass-System, daher oft für Altbau geeignet

  • ideal zur Nachrüstung 

  • das Heizungsrohr wird vom Estrich voll umschlossen, daher hervorragender Wärmeübergang und hohe Wärmeleistungen je m²  bzw. niedrigste Systemtemperaturen realisierbar

  • Verlegeabstand der Heizungsrohre frei wählbar

  • flinkes Regelverhalten

  • sehr schnelle Trocknungszeiten

Nachteile:

  • teurer als herkömmliches System

  • dünne Rohre stellen höhere Anforderung an Hydraulik

  • etwa doppelt so viele Heizkreise wie herkömmlich nötig (höhere Kosten für Verteiler und Stellmotoren)

  • durch Estricheinbringung kommt Nässe in den Bau

  • Dämmung muss separat realisiert werden

Die Beispielbilder zeigen das normale Nasssystem vor dem Einbringen des Estrichs im Eigenheimneubau: